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Menschen

Von Freunden, Verwandten und Kollegen

 

Die Menschen um dich herum – Dein Umfeld.

Wir sind soziale Wesen, wir leben in einem Netzwerk, einem System. Das mag dem einen mehr und dem anderen weniger bewusst sein. Bei der Ausprägung der sozialen Ader, spielen auch wieder die persönlichen inneren Antreiber eine Rolle. Hier kommt es darauf an, ob du eher zurückgezogen oder kontaktfreudig bist, aber dazu später mehr. Denn egal, welche Ausprägung du persönlich hast, ob du dich gerne oft und mit vielen Menschen umgibst oder lieber nur mit ausgewählte Kontakte, wohl eingeteilte Zeit verbringst. Du hast in der Regeln mit Menschen zu tun…wenn du nicht gerade ein Eremit in der Wildnis bist.

Da ist zuallererst unsere Familie, da sind Freunde, Arbeitskollegen und die Menschen, mit denen du sporadisch zu tun hast. Von manchen kannst du dich einfacher distanzieren und von manchen weniger. Dir ist sicher schon mal aufgefallen, dass manche Menschen dir Energie geben und manche sie dir rauben. Der Begriff Energie-Vampir, ist heutzutage so gut wie jedem bekannt. Genau, wie das ganze Thema an sich. Und dennoch beobachte ich, dass der Umsetzung dieses Wissens, nur schleppend die Wichtigkeit zuteil wird, die es durchaus verdient. 

Das liegt zum einen sicher daran, dass wir, wie gesagt, soziale Wesen sind. In der Gruppe anerkannt oder zumindest geduldet zu sein, war früher überlebensnotwendig. Und dann möchte ja auch keiner arrogant wirken, weil er sich von gewissen Menschen distanziert.

„Du glaubst wohl, du bist was besseres?!“ ist ein Vorwurf, den du vielleicht auch nicht hören magst. Dabei geht es nicht darum, sich über andere zu stellen, sondern für dich und deine Bedürfnisse und Ziele zu gehen.

Vielleicht ist es aber nicht das. Vielleicht ist es eher das Gefühl „Unter den Blinden, ist der Einäugige König.“ Das hat was mit Komfortzone zu tun. Ein gewisser Status, denn du in einer Gruppe hat, aus der du eigentlich schon heraus gewachsen bist, geht natürlich verloren, wenn du über den Tellerrand hinaus schaust und dich mit Menschen zusammen tust, die dich fordern und neue Gedanken und Verhaltensweisen in dir fördern. Für eine Weile magst du dort blind sein, aber wenn sich deine Augen an die neue Helligkeit wieder gewöhnt haben, geht das auch vorüber.

Es kann auch so weit gehen, dass du z.B. in einer Jammer- / Meckergruppe bleibst, weil diese deine Glaubenssätze und Muster bestärken, die zwar alles andere als förderlich sind, die dein Körper und Geist jedoch an einem bestimmten Zeitpunkt in deinem Leben als hilfreich eingestuft haben und quasi eine Art Sucht nach der Bekräftigung dieser Gefühle entwickelt hat. Das geht jetzt aber schon tief in das Thema mindset, mit dem wir uns in an späterer Stelle beschäftigen.

Also, wir haben mit verschieden Gruppierungen an Menschen zu tun. Was kannst du tun? Du hast es schon mal von mir gehört, der erste Schritt ist, wahrnehmen. 

Welche Menschen tun mir gut?

Welche Gespräche sind anregend, füllen mich mit guter Energie?

Auf welche Menschen freue ich mich?

Und welche Begegnungen sind anstrengend und rauben mir Energie?

Wo bin ich genervt oder gelangweilt?

…oder fühle mich sogar irgendwie bedroht?

Und vor allen Dingen, mach dir bewusst, mit was für Menschen möchtest du dich am liebsten Umgeben. Wie sollen diese Menschen sein?

Weißt du, ich hatte selbst mal die Angst, wenn ich all diese Menschen aus meinem Leben entlasse, dann bin ich allein und wie soll ich da neue finden? Sage deinem Unterbewusstsein, nach welchen Leuten es Ausschau halten soll und dann wirst du sie auch entdecken und sie werden auf dich aufmerksam. Vielleicht dauert es ein Weilchen, aber sie kommen.

Nun ist es so, manche von den identifizierten Leuten, die gehen dürfen, kann man relativ einfach und ohne großen Aufwand aus dem eigenen Kreisen entlassen. Bei manchen wird es schwieriger, ich sag nur Familie oder Arbeitskollegen. Manchmal ist ein Beendigung des Kontakts sinnvoll und sogar notwendig, aber es muss nicht immer diese drastische Variante sein. Manchmal hilft es schon den Kontakt zu reduzieren oder auch klare „Spielregeln“ zu kommunizieren. So könntest du ggf. mit deinen Kollegen weiterhin schnacken und sobald es in Richtung Tratsch geht, dich aus dem Gespräch verabschieden. Wenn die Freundin, wieder zu xten mal über die gleichen Probleme redet, stelle klar, dass du gerne mit ihr nach einer Lösung suchst, aber nicht dafür bereit stehst, das sie ihre Probleme auf dich ablädt. Mache deinem Vater klar, dass du nicht mit ihm über Politik reden wirst und, und, und. Das sind nur willkürliche Beispiele.

Was hier aber wichtig ist und bleibt, lasse nicht zu, dass andere Menschen deine Energie absaugen. Für andere da sein zu wollen und auch gerne geben zu wollen, ist ein natürliches Bedürfnis. Mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt. Aber lass dich nicht zu sehr in negative oder einfach dir nicht entsprechende Dunstkreise hineinziehen. Du darfst und musst dir das liebste Gut sein, denn wenn du gut aufgefüllt bist mit allem, was du benötigst, dann passiert das mit dem Geben ganz automatisch. Das kann ich dir versprechen. Es besteht keine Gefahr egoistisch oder selbstsüchtig zu werden, wenn du gut genährt bist. Das passiert eher dann, wenn du im Mangel bist, ausgelaugt und im Überlebensmodus.

Also, trau dich. Du bist kein schlechter Mensch, wenn du deine Verbindungen zu anderen Menschen ehrlich überprüfst und auch das Miteinander klar kommunizierst. Im Gegenteil, es gibt deinem Leben mehr Energie und kann vielleicht sogar bei deinem Gegenüber etwas in Gang setzen, was auch für ihn positiv ist.

Wenn du dich selbst wertschätzend behandelst, dann kannst du es auch auf andere übertragen. Und da fällt mir noch eine sehr wichtige Komponente im Miteinander mit anderen Menschen ein. Unser Gegenüber ist immer ein Spiegel unserer Selbst. Wenn wir Konflikte haben, oder Dinge, die diese Person immer wieder an uns triggert, dann dürfen wir bei uns schauen, warum das so ist. In diesem zugegeben etwas unschön verpackten Geschenk, steckt immer Potenzial an eigenen Baustellen zu arbeiten. Warum z.B. schafft mein Chef es immer wieder, wenn er diese oder jene Verhaltensweise an den Tag legt, dass ich mich sofort klitzeklein fühle? Dieses Problem wird dein Chef, wenn er damit aufhört, nicht wirklich umfassend lösen. Wenn du es aber in dir löst und es nicht mehr diesen Effekt hat, wird sich nicht selten, diese und ähnliche Situationen von selbst verändern. Und wenn nicht, hast du selbst die Kraft, das klar zu stellen.

Du hast vielleicht gemerkt, auch in dieser Ebene steckt schon wieder so viel Potenzial und so viele Möglichkeiten, deinem Leben mehr Energie und Drive zu bringen. Ich hoff es waren wieder ein paar Impulse für dich dabei. 

Also, ich wünsche dir diese Woche wieder viel Spaß beim Leben und denke dran: Lass dein Leben nicht gewohnt begrenzt, machen einfach jeden Tag gewohnt belebt.

Foto: fauxels

Beruf

Beruf- Berufung-Business

Wieviel Spaß und Energie bringt dir dein Job?

Ich höre schon die ersten aufschreien, die sagen „Spaß?! Ich muss ja von irgendwas leben, da ist Spaß und Freude kein Thema.“ „Muss halt“, wie man hier im Pott bei uns so sagt.

Nun, es ist schon richtig, du darfst für deinen Lebensunterhalt sorgen. Aber wer sagt denn, dass das nicht Freude machen darf? Das ist kein Luxus, sondern dein Recht und deine Aufgabe, dafür zu sorgen. Das wird kein anderer für dich tun. Ich selbst habe mich durch einige Jobs gequält und war todunglücklich. Von außen kamen nur die Kommentare, dass ich mich doch endlich mal zufrieden geben sollte und beständig sein sollte. Irgendwann hab ich das auch versucht und vielleicht kannst du dir vorstellen, was passiert ist. Noch mehr innerliche Qualen. Wenn du den Job hast, in dem du dich wohl fühlst, zu dem du gerne hin gehst, der dir wohlmöglich sogar noch Energie gibt, anstatt dich leer zu saugen, dann ist alles wunderbar. Entwickle dich innerhalb diesen Jobs weiter! 

Wenn du aber ständig ausgelaugt, unglücklich, traurig, gelangweilt oder ähnliches bist, dann werde aktiv! Das muss nicht heißen, dass du sofort den Job kündigst, aber das heißt, du solltest schauen, woran das liegt. Vielleicht gibt es Stellschrauben, die du in deinem Job etwas drehen kannst, so dass du wieder Spaß daran hast. Vielleicht wäre es gut den Arbeitgeber zu wechseln, vielleicht nur die Abteilung. Vielleicht wäre es gut die Tätigkeit zu wechseln oder einfach mal ein klärendes Gespräch zu führen….

Wichtig ist zu wissen, was du willst und was du brauchst und was deine inneren Antreiber sind. Dementsprechend sollte (nicht nur) dein Job gewählt sein. Es ist wichtig, wirklich tief und ehrlich in sich  zu schauen, was dich ausmacht, um nicht wieder in die nächste ungute Jobsituation zu stolpern.

Ich habe da, wie gesagt, meine eigenen Erfahrungen, aber auch aus vielen Gesprächen in meiner Funktion als Karrierecoach, die unterschiedlichsten Ausprägungen und Schweregrade dieses Dilemmas erfahren und bearbeiten dürfen. Und das hieß nicht immer „Hey, ich kündige und mache mich selbstständig und bin ab da glücklich und erfolgreich.“ Nein, wie gesagt, das liegt in dir, was und wie du es brauchst.

Wenn du unglücklich bist mit deinem Job, aber resignierst und die Zähne zusammenbeißen willst, dann kann ich dir nur sagen, dass das dein ganzes Leben beeinflusst. Du gibst den Job nicht an der Haustür ab, er begleitet dich, sitzt in deinem Gemüt, beeinflusst deine Beziehungen und deine Gesundheit. Ich habe mit vielen Menschen zusammengearbeitet, die aus einem Burn–Out kamen, den es erst brauchte, damit sie das begriffen haben. Bei manchen hat auch der nicht gereicht. Ich habe auch mit nicht wenigen Menschen gearbeitet, die im fortgeschrittenen Alter von ihrer Firma mehr oder weniger ungalant entsorgt wurden. Und ich durfte mit ihnen diesen ersten Schock aufarbeiten und dann den zweiten, bei dem sie erkannten, wieviel Jahre sie nicht wirklich gelebt und an ihrem Job verschenkt hatten. Solche Kündigungen sind der harte Weg, endlich mal die Richtung zu wechseln. 

Nimm dir die Zeit und setz dich mal hin und horch in dich hinein. Nimm das schöne Tool der Skala. Von auf eine Skala von 1-10, wo liegt deine Zufriedenheit im Job. Wenn 1 „Ich möchte gar nicht aufstehen und habe Bauchschmerzen, wenn ich nur an Arbeit denke“ ist und 10 „I love my job. Das ich dafür auch noch Geld bekomme, ist ein Bonus oben drauf.“ Wo liegst du? Ich würde sagen ab 7 abwärts, ist es Zeit sich Gedanken zu machen.

Und dann kannst du dich weiter fragen: Liegt das an meiner Tätigkeit? Oder an den Umständen, wie ich diese Tätigkeit ausführen soll? Wie komme ich mit den Kollegen zurecht? Bin ich überfordert oder unterfordert? Was macht mir eigentlich richtig Spaß? Wo vergesse ich die Zeit? Und was geht mir total gegen den Strich und hat mir noch nie Spaß gemacht? Erlaube dir hier wirklich ehrliche Antworten. Und hab Geduld. In meinen Coachings ist es häufig so, dass wir länger „graben müssen“, bis wir die eigentlichen Wünsche und Bedürfnisse wieder finden.

Ich habe sie vorhin schon erwähnt, die inneren Antreiber, die spielen eine immense Rolle. Diese bekommst du in die Wiege gelegt und im Zuge unserer „Vergesellschaftung“ passiert es oft, dass „Der Fisch auf Bäume klettern soll“.

Ein Beispiel: Es gibt das wunderbare PLD-Paar (Personal Life Driver) Führung und Dienstleistung. Nehmen wir an, du hast Dienstleistung hoch ausgeprägt, für dich gibt es nichts Schöneres, als zum Beispiel Gästen einen schönen Aufenthalt zu bereiten. Statt dessen sitzt du als Teamführung im Büro und sollst anderen sagen, was sie tun und lassen sollen und deren Arbeit überprüfen. Da wird es wahrlich schwer, nicht unglücklich zu werden. Oder umgekehrt, du hast Führung hoch ausgeprägt und musst jeden Schritt von deinem Büroleiter kontrollieren lassen und für alles um Freigabe bitten…. Du ahnst es. Wenn dich das PLD-Analyse Thema interessiert, kann ich dir gerne mehr darüber erzählen und dir empfehlen, wer dir da am besten auf die Sprünge hilft. 

Wenn du zu den Selbstständige gehörst, gibt es auch dort natürlich die Gefahr ins Hamsterrad zu rutschen. Aufträge müssen her, Vorstellungen davon, wie etwas landläufig zu machen sei, Verantwortung… Das lässt uns auch bisweilen aus den Augen verlieren, wofür dieser Weg ursprünglich beschritten wurde. Der Arbeitsmarkt ist in einem rasanten Wandel. Das war er vor 2020 auch schon, doch jetzt hat es noch mal richtig Fahrt aufgenommen. Es bleibt kaum einer mehr in einer Firma, bis er die goldene Uhr bekommt. Sich neu zu erfinden ist mittlerweile nicht nur, nicht mehr schlimm, es ist ein Muss und hey, dass ist der natürliche Gang unserer Welt. Anpassung. Sie geschieht überall. Nur im Arbeitsleben wurde das sehr lange auf vielen Ebenen ausgeblendet.

Lass dich nicht von der Angst: „Ich kann froh sein, einen Job zu haben“ lähmen. Ja, solche Schritte sollten durchdacht und gut geplant sein. Allein ist das manchmal nicht leicht, weil man für sich betriebsblind ist oder nicht von den ganzen Möglichkeiten, die es gibt weiß, seine inneren Antreiber nicht kennt oder einem unterwegs schlichtweg der Mut verlässt.

Auch hier bin ich gerne für dich da, wenn du Begleitung in diesem Prozess benötigst. Und solltest du bereits arbeitslos sein, gibt es auch Wege Unterstützung zu erhalten. Da kann ich dir auch gerne so manchen Tipp und Empfehlung geben. Wie gesagt, schreib mir, ruf an, wie du es am liebsten magst und wir schauen zusammen, wie du dich auf den Weg machen kannst.

Ich hoffe ich konnte dir heute wieder so manchen Denkanstoß verpassen. 

Und vielen Dank für das Feedback, was mich bisher erreicht hat. Das hat mich unheimlich gefreut und steigert meine Freude an der Arbeit, die ich machen darf.

 

Hab eine gute Zeit, ich wünsche dir viel Spaß beim Leben.

 

Foto: Andrea Piacquadio