Äußere Erscheinung

#005 – Wie du aus Hemd und Hose Energie…

 

Was hat das mit deiner Energie zu tun?

Also, zuerst einmal ist dein Styling, dein Auftreten, Stimme, Körperhaltung ein Spiegelbild deines Inneren. Also, du weißt, was ich meine, deine Einstellung, Gefühle, körperlicher Zustand, Gesundheit, Selbstbewusstsein, Erfahrungen…

Das kann dich in einen high state halten aber auch in einem low state. Da gehe ich gleich näher drauf ein. 

Vorher möchte ich aber auch noch die Kehrseite erwähnen.

Die Seite oder Situation, wo dein Äußeres nicht unbedingt das Spiegelbild, deines Selbst ist, sondern eine Maske, eine Fassade. 

Das kann aus gesellschaftlichen Verpflichtungen heraus passieren, aus beruflichen oder einfach, weil du das Bedürfnis hast, dich damit schützen oder anpassen zu müssen.

Und das ist z.B. eine Situation, die unheimlich viel Kraft kosten kann. Nicht authentisch zu sein, kostet Energie, Punkt.

Du musst die ganze Zeit etwas vorgeben und aufrecht erhalten, was du nicht bist. Das hat ganz schön viel Reibungsverluste. Das ist jetzt nicht zu verwechseln mit verschiedenen Rollen, die wir einnehmen. Das ist ein natürliches Wechseln von z.B. Mutter – Freundin – Tochter oder Chef – Sohn – Vater.

Wir haben auch nicht den einen Charakterzug, sondern sind eine Mischung aus mehr oder weniger verschiedenen Gesichtern und es kann ja auch Spaß machen, diese zu variieren. Wichtig dabei ist nur, dass du du bist. Wenn du Rollen spielen musst, die du nicht magst oder die dir nicht liegen, dann wird es halt schwierig. Und manchmal… manchmal kann es passieren, das wir hängen bleiben.  

So kann es den Fall geben, dass du in alten Rollen fest hängst. Das Sporty–Girl, der coole Junge, die gehetzte, selbstvergessene Super-Mutti usw. Und eigentlich ist es längst Zeit für einen neuen Schritt in deiner Entwicklung. Jedoch dein Styling, hält dich neben anderen Sachen, zurück. Da kann eine Überholung deines Looks, denn letzten Anstoß dafür geben, dass es einen ganzen Satz nach vorne geht. 

Denn zum einen schätzt dich dein Gegenüber als erstes nach deinem Äußeren ein.

Das ist so. Was soll er auch machen? Ein ganz altes Verhaltensmuster, wirkt hier. Kann ich meinem Gegenüber trauen? Oder haut der mich gleich übers Ohr? Das sind Mechanismen, die laufen ganz automatisch. Und wenn dann jemand sagt, er möchte doch aber nicht so oberflächlich gesehen werden, die inneren Werte sind doch viel wichtiger…dann zeig doch, wie du wirklich bist….

Ja, das kann zu Unstimmigkeiten führen, aber wenn es im Job oder im Umfeld dadurch anfängt zu knatschen und zu quietschen, dann – erinnere dich an die vorherigen Folgen – ist es vielleicht auch mal Zeit, den Status quo in diesen Situationen zu überprüfen.

Siehst du, schon wieder ein paar Verbindungsseile, die zeigen, wie sehr die zuerst so unterschiedlichen Bereiche in unserem Leben verknüpft sind.

Wie sehr du Kleidung und Styling als Werkzeug nutzen kannst, hast du sicherlich schon mal selbst bemerkt.

Da ist das Outfit, in dem du dich hübsch und stark fühlst, das andere, in dem du einfach gut entspannen kannst oder das Outfit, dass du gerne wählst, wenn es darum geht im Business deine Ziele durch zu bekommen, weil es dir einfach eine Spur mehr Halt und Autorität verleiht.

Und du hast sicher schon gemerkt, wie das auch anders herum funktioniert. Outfits, in denen du dich dick fühlst oder altbacken oder abgetragen… dieses Gefühl von abgetragen kann sich arg doll im Innen, wie im Außen wieder finden.

Stilrichtungen und vor allem auch Farbe, können uns da sehr unterstützen. Wichtig ist, dass es dir entsprich und deinen ganz eigenen und aktuellen Daseinszustand widerspiegelt. Das kann sich nicht selten in einem gewissen Rahmen auch noch mal ändern.

Und schwupps sind wir nämlich schon im Thema mindset. Wer willst du sein? Was willst du darstellen? Was ist dir wichtig, damit du dich wohl fühlst?

Wann hast du dir das letzte mal diese Fragen gestellt? Es sind Fragen, die man sich immer wieder in regelmäßigen Abständen stellen darf. 

Mir macht es immer riesigen Spaß, die textile Bestandsaufnahme zu machen. Für mich selbst, aber auch mit meinen Kunden zusammen. So ein Kleiderschrank–Check, ist ein mind check und ein Ordnungsneustart gleichermaßen und kann auch wieder so manches im Leben in Bewegung bringen, wenn dieser schon lange nicht mehr statt gefunden hat.

Ich erinnere mich an einen Termin mit einer Kundin, ich glaube, sie hatte ihn vereinbart, weil sie mit 50 Jahren, jetzt mal einen Neustart starten wollte. Sie konnte sich schlecht von Sachen trennen und in ihrem Kleiderschrank befand sich sogar noch ihr Abiturkleid. Es war ein Termin, in dem es viel um Loslassen ging. Dabei hat ihr geholfen, dass ich ihr Möglichkeiten nennen konnte, wo wir die Sachen, die weg sollten in gute Hände geben können, was sich lohnt noch umzuarbeiten. Es war emotional, es war befreiend, es flossen Tränen und es war toll. Und ein paar Tage später stand ihr Mann mit einem Blumenstrauß zum Dank in meinem Studio. Da geht mir das Herz so richtig auf.

Gerade wenn besondere Lebensabschnitte oder Ereignisse passieren, fühlt man sich manchmal etwas ver–rückt. Da sind z.B. diejenigen, die abgenommen haben und noch gar kein Gefühl und Bild für ihren neuen Körper haben. Oder die dreifache Mutter, die alles wuppt, aber gar kein Gefühl mehr dafür hat, was Weiblichkeit bedeutet. Oder der hart körperlich arbeitende Mann, der vergessen hat, wie es sich ausserhalb von Arbeitsschutzschuhen und Blaumann anfühlt.

Ob du dich nun eher extravagant und abwechslungsreich oder minimalistisch in kaum wechselnder Kleidung zeigst, ist egal. Es kommt ja auch darauf an, ob du intrinsisch eher Bodenständigkeit oder Herausgehobenheit veranlagt hast. Ich sag es noch mal, wenn es dich repräsentiert, wenn es dich unterstützt, dann ist es richtig. Styling ist alles andere als oberflächlich. Es geht nicht um Trends, um den letzten Schrei, es geht um dich. Deine Kleidung ist dir ganz nah, in vielerlei Hinsicht.

Und hast du Lust bekommen bekommen in deinen Kleiderschrank und vor allem in den Spiegel zu schauen? Wenn du gerne Unterstützung hast, weißt du, wie du mich findest.

Ich hoff es waren wieder ein paar Impulse für dich dabei. 

Bis bald, deine Jennifer

Menschen

#004 – Von Freunden, Verwandten und Kollegen

 

Die Menschen um dich herum – Dein Umfeld.

Wir sind soziale Wesen, wir leben in einem Netzwerk, einem System. Das mag dem einen mehr und dem anderen weniger bewusst sein. Bei der Ausprägung der sozialen Ader, spielen auch wieder die persönlichen inneren Antreiber eine Rolle. Hier kommt es darauf an, ob du eher zurückgezogen oder kontaktfreudig bist, aber dazu später mehr. Denn egal, welche Ausprägung du persönlich hast, ob du dich gerne oft und mit vielen Menschen umgibst oder lieber nur mit ausgewählte Kontakte, wohl eingeteilte Zeit verbringst. Du hast in der Regeln mit Menschen zu tun…wenn du nicht gerade ein Eremit in der Wildnis bist.

Da ist zuallererst unsere Familie, da sind Freunde, Arbeitskollegen und die Menschen, mit denen du sporadisch zu tun hast. Von manchen kannst du dich einfacher distanzieren und von manchen weniger. Dir ist sicher schon mal aufgefallen, dass manche Menschen dir Energie geben und manche sie dir rauben. Der Begriff Energie-Vampir, ist heutzutage so gut wie jedem bekannt. Genau, wie das ganze Thema an sich. Und dennoch beobachte ich, dass der Umsetzung dieses Wissens, nur schleppend die Wichtigkeit zuteil wird, die es durchaus verdient. 

Das liegt zum einen sicher daran, dass wir, wie gesagt, soziale Wesen sind. In der Gruppe anerkannt oder zumindest geduldet zu sein, war früher überlebensnotwendig. Und dann möchte ja auch keiner arrogant wirken, weil er sich von gewissen Menschen distanziert.

„Du glaubst wohl, du bist was besseres?!“ ist ein Vorwurf, den du vielleicht auch nicht hören magst. Dabei geht es nicht darum, sich über andere zu stellen, sondern für dich und deine Bedürfnisse und Ziele zu gehen.

Vielleicht ist es aber nicht das. Vielleicht ist es eher das Gefühl „Unter den Blinden, ist der Einäugige König.“ Das hat was mit Komfortzone zu tun. Ein gewisser Status, denn du in einer Gruppe hat, aus der du eigentlich schon heraus gewachsen bist, geht natürlich verloren, wenn du über den Tellerrand hinaus schaust und dich mit Menschen zusammen tust, die dich fordern und neue Gedanken und Verhaltensweisen in dir fördern. Für eine Weile magst du dort blind sein, aber wenn sich deine Augen an die neue Helligkeit wieder gewöhnt haben, geht das auch vorüber.

Es kann auch so weit gehen, dass du z.B. in einer Jammer- / Meckergruppe bleibst, weil diese deine Glaubenssätze und Muster bestärken, die zwar alles andere als förderlich sind, die dein Körper und Geist jedoch an einem bestimmten Zeitpunkt in deinem Leben als hilfreich eingestuft haben und quasi eine Art Sucht nach der Bekräftigung dieser Gefühle entwickelt hat. Das geht jetzt aber schon tief in das Thema mindset, mit dem wir uns in an späterer Stelle beschäftigen.

Also, wir haben mit verschieden Gruppierungen an Menschen zu tun. Was kannst du tun? Du hast es schon mal von mir gehört, der erste Schritt ist, wahrnehmen. 

Welche Menschen tun mir gut?

Welche Gespräche sind anregend, füllen mich mit guter Energie?

Auf welche Menschen freue ich mich?

Und welche Begegnungen sind anstrengend und rauben mir Energie?

Wo bin ich genervt oder gelangweilt?

…oder fühle mich sogar irgendwie bedroht?

Und vor allen Dingen, mach dir bewusst, mit was für Menschen möchtest du dich am liebsten Umgeben. Wie sollen diese Menschen sein?

Weißt du, ich hatte selbst mal die Angst, wenn ich all diese Menschen aus meinem Leben entlasse, dann bin ich allein und wie soll ich da neue finden? Sage deinem Unterbewusstsein, nach welchen Leuten es Ausschau halten soll und dann wirst du sie auch entdecken und sie werden auf dich aufmerksam. Vielleicht dauert es ein Weilchen, aber sie kommen.

Nun ist es so, manche von den identifizierten Leuten, die gehen dürfen, kann man relativ einfach und ohne großen Aufwand aus dem eigenen Kreisen entlassen. Bei manchen wird es schwieriger, ich sag nur Familie oder Arbeitskollegen. Manchmal ist ein Beendigung des Kontakts sinnvoll und sogar notwendig, aber es muss nicht immer diese drastische Variante sein. Manchmal hilft es schon den Kontakt zu reduzieren oder auch klare „Spielregeln“ zu kommunizieren. So könntest du ggf. mit deinen Kollegen weiterhin schnacken und sobald es in Richtung Tratsch geht, dich aus dem Gespräch verabschieden. Wenn die Freundin, wieder zu xten mal über die gleichen Probleme redet, stelle klar, dass du gerne mit ihr nach einer Lösung suchst, aber nicht dafür bereit stehst, das sie ihre Probleme auf dich ablädt. Mache deinem Vater klar, dass du nicht mit ihm über Politik reden wirst und, und, und. Das sind nur willkürliche Beispiele.

Was hier aber wichtig ist und bleibt, lasse nicht zu, dass andere Menschen deine Energie absaugen. Für andere da sein zu wollen und auch gerne geben zu wollen, ist ein natürliches Bedürfnis. Mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt. Aber lass dich nicht zu sehr in negative oder einfach dir nicht entsprechende Dunstkreise hineinziehen. Du darfst und musst dir das liebste Gut sein, denn wenn du gut aufgefüllt bist mit allem, was du benötigst, dann passiert das mit dem Geben ganz automatisch. Das kann ich dir versprechen. Es besteht keine Gefahr egoistisch oder selbstsüchtig zu werden, wenn du gut genährt bist. Das passiert eher dann, wenn du im Mangel bist, ausgelaugt und im Überlebensmodus.

Also, trau dich. Du bist kein schlechter Mensch, wenn du deine Verbindungen zu anderen Menschen ehrlich überprüfst und auch das Miteinander klar kommunizierst. Im Gegenteil, es gibt deinem Leben mehr Energie und kann vielleicht sogar bei deinem Gegenüber etwas in Gang setzen, was auch für ihn positiv ist.

Wenn du dich selbst wertschätzend behandelst, dann kannst du es auch auf andere übertragen. Und da fällt mir noch eine sehr wichtige Komponente im Miteinander mit anderen Menschen ein. Unser Gegenüber ist immer ein Spiegel unserer Selbst. Wenn wir Konflikte haben, oder Dinge, die diese Person immer wieder an uns triggert, dann dürfen wir bei uns schauen, warum das so ist. In diesem zugegeben etwas unschön verpackten Geschenk, steckt immer Potenzial an eigenen Baustellen zu arbeiten. Warum z.B. schafft mein Chef es immer wieder, wenn er diese oder jene Verhaltensweise an den Tag legt, dass ich mich sofort klitzeklein fühle? Dieses Problem wird dein Chef, wenn er damit aufhört, nicht wirklich umfassend lösen. Wenn du es aber in dir löst und es nicht mehr diesen Effekt hat, wird sich nicht selten, diese und ähnliche Situationen von selbst verändern. Und wenn nicht, hast du selbst die Kraft, das klar zu stellen.

Du hast vielleicht gemerkt, auch in dieser Ebene steckt schon wieder so viel Potenzial und so viele Möglichkeiten, deinem Leben mehr Energie und Drive zu bringen. Ich hoff es waren wieder ein paar Impulse für dich dabei. 

Also, ich wünsche dir diese Woche wieder viel Spaß beim Leben und denke dran: Lass dein Leben nicht gewohnt begrenzt, machen einfach jeden Tag gewohnt belebt.

Foto: fauxels